Manchmal klappen Dinge nicht auf den ersten Versuch. Das Ergebnis ist ungeschliffen und eckig, ganz passabel, aber nicht so grandios, wie es sein könnte. Manche Dinge erfordern weiteres Tüfteln, um ihr volles Potenzial zu entfalten. So zumindest ging es Ulrike mit ihrem Harald: Die Braumeisterin aus der Hauptstadt war mit ihrem Berliner Braunbier schon ganz zufrieden, doch sie spürte, dass mehr in der Rezeptur steckt. Mit viel Mühe und einem guten Auge fürs Detail hat sie sich dem Sud erneut gewidmet und eine zweite Auflage davon kreiert.
Harald basiert auf einem traditionellen Braunbier. Dieser Stil aus dem Norden Deutschlands zeichnet sich durch seinen dunklen Charakter aus. Eine Bandbreite an Röstmalzen verleiht dem Braustück sein herrliches Aroma und einen tiefen Braunton. Harald Nummer 1 passte bereits perfekt in dieses Bild, doch sein Nachfolger ist noch komplexer und runder.
Schneeeules Harald V2 fließt in opakem Mahagonibraun ins Glas und krönt sich mit einem zarten Häubchen aus feinporigem, haselnussbraunem Schaum. Ein Hauch funky Hefe und milde Röstaromen kitzeln in der Nase. Der Antrunk enthüllt eine elegante Kombination aus knackiger Säure und fülligen Malznoten. Ofenfrisches Brot, dunkles Karamell, Espresso und Anklänge roter Früchte wie Kirsche und Zwetschge vereinen sich zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis. Eine gelungene zweite Runde!
SchneeeuleWasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Milchsäurebakterien, Zucker